Bava Metzia 110

Kapitel 110

א לרבות פחות משוה פרוטה להישבון לקדש אין אבל להדיוט לא
1 dies schließt einen Betrag von weniger als einer Peruṭa hinsichtlich der Rückgabe ein. Also nur beim Heiligen, beim Profanen aber nicht!? –
ב אלא אי אתמר הכי אתמר אמר רב קטינא אם הוזקקו בית דין לשוה פרוטה גומרין אפילו לפחות משוה פרוטה תחילת הדין בעינן פרוטה גמר דין לא בעינן פרוטה:
2 Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: R. Qaṭṭina sagte: Wenn das Gericht wegen eines Betrages im Werte einer Peruṭa zusammengetreten ist, so beendigen sie die Verhandlung auch wegen eines Betrages unter einer Peruṭa. Beim Beginne der Gerichtssitzung ist der Wert einer Peruṭa erforderlich, bei Beendigung der Gerichtssitzung ist der Wert einer Peruṭa nicht erforderlich.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> חמשה חומשין הן אלו הן האוכל תרומה ותרומת מעשר ותרומת מעשר של דמאי והחלה והבכורים מוסיף חומש והפודה נטע רבעי ומעשר שני שלו מוסיף חומש הפודה את הקדשו מוסיף חומש הנהנה שוה פרוטה מן ההקדש מוסיף חומש והגוזל את חבירו שוה פרוטה ונשבע לו מוסיף חומש:
3 <b>E</b><small>S GIBT FÜNF</small> F<small>ÜNFTEL, UND ZWAR</small>: W<small>ER</small> H<small>EBE</small>, Z<small>EHNTHEBE</small>, Z<small>EHNTHEBE VOM</small> D<small>EMAJ</small>, T<small>EIGHEBE</small><small>ODER</small> E<small>RSTLINGE GEGESSEN HAT, MUSS EIN</small> F<small>ÜNFTEL ZUFÜGEN; WER</small> V<small>IERJAHRSFRÜCHTE</small><small>ODER SEINEN ZWEITEN</small> Z<small>EHNTEN AUSLÖST, MUSS DAS</small> F<small>ÜNFTEL ZUFÜGEN; WER SEIN</small> H<small>EILIGES AUSLÖST, MUSS EIN</small> F<small>ÜNFTEL ZUFÜGEN; WER VOM</small> H<small>EILIGEN IM</small> W<small>ERTE EINER</small> P<small>ERUṬA GENOSSEN HAT, MUSS EIN</small> F<small>ÜNFTEL ZUFÜGEN; WER SEINEM</small> N<small>ÄCHSTEN ETWAS IM</small> W<small>ERTE EINER</small> P<small>ERUṬA GERAUBT UND ES IHM ABGESCHWOREN HAT, MUSS EIN</small> F<small>ÜNFTEL ZUFÜGEN</small>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רבא קשיא ליה לר' אלעזר תרומת מעשר של דמאי וכי עשו חכמים חיזוק לדבריהם כשל תורה
4 GEMARA. Raba sagte: R. Elea͑zar wandte hinsichtlich der Zehnthebe vom Demaj ein: Haben denn die Weisen für ihre Worte eine ebensolche Festigunggetroffen, wie bei solchen der Tora!?
ה אמר רב נחמן אמר שמואל הא מני ר"מ היא דאמר עשו חכמים חיזוק לדבריהם כשל תורה דתניא המביא גט ממדינת הים נתנו לה ולא אמר לה בפני נכתב ובפני נחתם יוציא והולד ממזר דברי ר"מ וחכ"א אין הולד ממזר כיצד יעשה יטלנו ממנה ויחזור ויתננו לה בפני שנים ויאמר לה בפני נכתב ובפני נחתם
5 R. Naḥman erwiderte im Namen Šemuéls: Hier ist die Ansicht R. Meírs vertreten, welcher sagt, die Weisen haben für ihre Worte eine ebensolche Festigung getroffen, wie bei solchen der Tora. Es wird nämlich gelehrt: Wenn jemand einen Scheidebrief aus dem Überseelande gebracht und zu ihr nicht gesagt hat: er ist vor mir geschrieben und vor mir unterschrieben worden, so muß ersie entfernen, und das Kindist ein Hurenkind – so R. Meír. Die Weisen sagen, das Kind sei kein Hurenkind. Was mache er nun? Er nehme ihn ihr ab, gebe ihn ihr vor zwei Zeugen und sage: er ist vor mir geschrieben und vor mir unterschrieben worden. –
ו ולרבי מאיר משום דלא אמר לה בפני נכתב ובפני נחתם יוציא והולד ממזר אין ר"מ לטעמיה דאמר רב המנונא משמיה דעולא אומר היה ר' מאיר כל המשנה ממטבע שטבעו חכמים בגיטין יוציא והולד ממזר
6 Sollte sie denn, weil er zu ihr nicht gesagt hat: er ist vor mir geschrieben und vor mir unterschrieben werden, nach R. Meír entfernt werden und das Kind ein Hurenkind sein!? – Freilich, R. Meír vertritt hierbei seine Ansicht, denn R. Hamnuna sagte im Namen U͑las: R. Meír sagte: wer vom Gepräge abweicht, das die Weisen bei der Scheidung geprägt haben, muß sie entfernen, und das Kind ist ein Hurenkind.
ז מתיב רב ששת מחללין אותו כסף על כסף נחושת על נחושת כסף על נחושת ונחושת על הפירות ויחזור ויפדה את הפירות דברי רבי מאיר וחכ"א יעלו פירות ויאכלו בירושלים
7 R. Šešeth wandte ein: Man darf eseintauschen: Silber auf Silber, Kupfer auf Kupfer, Silber auf Kupfer und Kupfer auf Früchte, und man löse die Früchte wieder aus – so R. Meír; die Weisen sagen, man bringe die Früchte nach Jerušalem und esse sie da.
ח ומי מחללינן כסף על נחושת והא תנן סלע של מעשר שני ושל חולין שנתערבו מביא בסלע מעות ואומר כל מקום שישנה סלע של מעשר שני מחוללת על מעות הללו ובורר את היפה שבהן ומחללו עליה
8 Darf man denn Silber auf Kupfer eintauschen, wir haben ja gelernt: Wenn ein Sela͑ vom zweiten Zehnten sich mit einem von Profanem vermischt hat, so bringe man für einen Sela͑ Scheidemünze und spreche: Der Sela͑ vom zweiten Zehnten, wo er sich auch befindet, sei durch dieses Geld ausgeweiht. Sodann wähle man den besseren von ihnen und weihe sie durch diesenaus.